So wird man Motten endlich los

Ihre Hinterlassenschaften sind unangenehm: Denn Motten sind dafür verantwortlich, dass kleine Löcher in Bekleidungsstücken zu finden sind. Auch wenn sie zur Familie von Schmetterlingen gehören, haben sie doch mit dem Zitronenfalter oder dem Pfauenauge wenig zu tun. Denn genauer betrachtet, handelt es sich hierbei um die Familie Echter Motten, die bis zu neun Millimeter groß werden. Sobald sich auch nur wenige dieser vermeintlichen Schmetterlinge im Kleiderschrank eingefunden haben, dürften sie bereits Schaden angerichtet haben. Nicht zu vergessen, die unzähligen Eier, die wahrscheinlich schon abgelegt sind und für die neue Generation Motten sorgen. Deshalb muss man sie schnell loswerden, bevor sie größeren Schaden anrichten!

Motten erkennen

Gut sichtbar ist der hellgelbe bzw. strohgelb gefärbte Körper und Vorderflügel der Motte. Die leicht glänzenden Flügel haben keine Zeichnung und falten sich breit über den Rücken aus. Die Experten von DFNT betonen, dass schon frisch geschlüpfte Larven sich schnell von tierischem Protein ernähren, das in Tierhaaren zu finden ist. Somit haben sie im Kleiderschrank die perfekte Nahrungsgrundlage gefunden. Denn Wolle, auch Mischgewebe, Leder und Pelze sind idealer Lebensraum. Hier finden sie nicht nur Nahrung, sondern auch die perfekte Umgebung um neue Kokons zu bauen. Pflanzliches Gewebe wie Jute oder reine Baumwolle verschonen sie hingegen.

Motten im Kleiderschrank loswerden

Es sind nur die jung geschlüpften Larven, die sich von tierischem Gewebe ernähren. Diese Mottenlarven benötigen das darin enthaltene Keratin zum wachsen. Schon eine Lederjacke im Schrank reicht aus, um die Tiere anzuziehen. Die kleinen Insekten fressen sich durch das Material und hinterlassen die typischen, kleinen Löcher. Da sie sich auch andere Textilien wie hochwertige Teppiche aussuchen, ist es wichtig, schnell zu handeln. Die Experten von DFNT empfehlen, zuerst die kleinen Nistplätze zu finden und diese vollständig zu entfernen. Gut sichtbare Löcher sind ein eindeutiger Hinweis für den Mottenbefall im Kleiderschrank oder auch im Bett, Teppichen oder den Polstermöbeln.

Räume gründlich reinigen

Da Nistplätze schwer auszumachen sind, ist es wichtig, die Räume gut zu reinigen. Zuerst werden die Kleiderschränke ausgeräumt, alle Kleidungsstücke müssen bei 60 °C gewaschen werden. Kleidungsstücke, die keine hohen Temperaturen vertragen, kommen in ein Gefrierfach. Denn Kleidermotten vertragen weder Hitze noch Kälte. Große Stücke wie Decken können für einige Stunden in die Sonne gelegt werden. Anschließend die Teppiche sorgfältig absaugen.

Neuen Mottenbefall verhindern

Nachdem Kleiderschrank und Kleidungsstücke gereinigt sind, muss das Schrankinnere präpariert werden, damit sich keine neuen Motten ansiedeln. Dazu gibt es natürliche Mittel wie Zedernholz oder Lavendel. Der starke Eigengeruch dieser natürlichen Hausmittel hält die Insekten fern. Ein kleines Säckchen frischer Lavendelblüten oder ein Stück Zedernholz helfen hier wunderbar. Damit Motten erst gar nicht in die Wohnung eindringen können, sollten Fenster nicht überflüssig lange geöffnet sein. Gleiches gilt für die Zimmertüren, denn haben die Insekten einmal in die Wohnung gefunden, breiten sie sich gern in mehreren Räumen aus. Wer dennoch die Fenster gern auflässt, sollte ein Fliegengitter am Fenster anbringen.

Ist der Mottenbefall sehr stark, raten die Experten von DFNT zu einem speziellen Mottenspray, das sowohl die Motten als auch deren Larven effektiv bekämpft. Um zukünftig Motten im Kleiderschrank zu verhindern, sollten selten getragene Kleidungsstücke wie Lederjacken mit einer Schutzhülle versehen werden.

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